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Studienfahrt des Kunstprofils nach Wien

Diese Studienfahrt begann wie ein Abenteuer: Bevor die elf Stunden dauernde Fahrt überhaupt begonnen hatte, mussten wir erst einmal in Neumünster verharren. Warum? Einerseits hatte ein Hund beschlossen, seine eigenen Wege auf den Schienen zu suchen, und andererseits hatte eine riskante Tanzperformance auf dem Bahnsteig die Aufmerksamkeit des Personals auf sich gezogen. Die weitere Fahrt verlief daneben recht unspektakulär, natürlich abgesehen von der spontanen Regendusche im letzten Zug, der uns nach Wien brachte. Nur das Beste von der Deutschen Bahn! 🙂 (Unbezahlte Werbung).
Den Abend konnten wir dann bei einem 2-Gänge-Dinner in der Unterkunft ausklingen lassen, was eleganter klingt, als es tatsächlich war …

Nachdem wir die erste Nacht im Ikea-Hostel überstanden hatten, wurde uns eine nette Stadtführung im Stadtkern Wiens geboten, gewürzt mit einer Prise Mozart-Mythen und ein bisschen Architektur-Input. Am Nachmittag besuchten wir den Garten des Schlosses Schönbrunn (Frau Lindenbergs Vorgarten, ganz so nebenbei) und sollten innerhalb einer Stunde die Realität zeichnerisch erweitern.

Der zweite Tag war gefüllt mit KUNST! Die Q2c besuchte das Leopold Museum und wurde vom sehr leidenschaftlichen Museumsführer darin trainiert, wie Kunstsammler, -händler und -vermittler zu denken und zu sprechen.

Folgend auf die eher moderne WÜRTH-Sammlung ging es zu den alten Meistern im Kunsthistorischen Museum, wo das Kunstprofil in kleinen Gruppen in die Welt eines selbst gewählten Bildes eintauchte.

Am Donnerstag reisten die wir dann auf die Donau-Insel und trafen uns (nachdem ein Becher Kaffee für einen Schülerinnenverlust gesorgt hatte – ja mit vollen Händen kann man keine Türen öffnen!) mit unseren Lehrerinnen (vollzählig) und machten uns auf die Suche nach einem netten Plätzchen für ein Picknick. Glücklich und zufrieden schnatterten und speisten wir gemeinsam und entschlossen uns kurzerhand Versuchskaninchen von einer Methode aus Frau Sahles Fortbildung zu werden. Somit wurden wir Teil des kleines spontanen Schauspiel namens „Ich bin ein Baum“, was die nächste Stunde zu teilweise überraschend kreativen und zum Teil absurden Improvisationsszenen führte. Der Abend wurde dann in Kleingruppen verbracht. Einige von uns nutzten die freien Stunden, um noch einmal traditionelles wienerisches Essen zu probieren. Resümee: Sachertorte ist wirklich lecker und veganes Schnitzel kann besser schmecken als die Fleischvariante.

Die wenigen Tage vergingen wie im Flug und schon mussten wir auch wieder abreisen. Diese Fahrt verging weniger abenteuerhaft und eher gemütlich, was der Klasse nach den bereichernden Erfahrungen zu Gunsten kam, um sich ein wenig auszuruhen. Beim Blick auf die Anzeigentafel am Umsteigebahnhof überlegten wir kurz, die Klassenfahrt in Prag fortzusetzen, blieben aber vernünftig, und setzten unsere Reise fort. Nachdem es in Hamburg am Hauptbahnhof zu einem zufälligen Aufeinandertreffen mit Herrn Reinartz kam, ging es mit dem letzten Zug endlich in Richtung Endstation. Vor Einbruch der Geisterstunde waren die Schülerinnen schließlich in Neumünster eingetroffen und wurden von lautstarker Musik (und auch ihren Eltern) begrüßt.

Text: Elisabeth Kovnev, Maira Neuwald, Mathilda Malanda
Fotos: Anna Lindenberg-Saho, Eva-Maria Sahle