Orientierungsstufe

Die Klassenstufen 5 und 6 bilden eine entscheidende Brücke zwischen der Grundschule und dem gymnasialen Bildungsgang mit dem Abitur als Bildungsabschluss.

Unser pädagogisches Wirken in diesen Klassenstufen ist darauf gerichtet, dass unsere neuen Holstenschüler*innen sich gut in den Klassenverband und die Schulgemeinschaft einleben. Denn auch ein respektvolles, tolerantes und weltoffenes Miteinander in der Klasse sowie der Schulgemeinschaft trägt wesentlich zu einer Lern- und Arbeitsatmosphäre bei, in der Kinder mit Freude und Neugier lernen können. Die Entfaltung der eigenen Potenziale in einem positiven Lernumfeld fördern wir individuell durch Arbeitsgemeinschaften, Enrichment-Programme, Wettbewerbe, aber auch durch unterstützende Lern- und Fachberatungen, Hausaufgaben-Betreuung, DaZ-Kurse und LRS-Förderung.

Übergang von der Grundschule – Orientierung für die Schüler*innen

Der Wechsel an die weiterführende Schule bedeutet für Kinder eine oftmals gänzliche Neuorientierung: Die neue Klasse, der neue Schulweg, das größere Schulgebäude, die deutlich größere Anzahl von Fächern, Fachlehrer*innen und zu organisierenden Materialien bedingen eine Umgewöhnung, die wir individuell begleiten und unterstützen.

Klassenzusammenstellung
Bei der Klassenzusammenstellung werden bestehende Freundschaften berücksichtigt und eine ausgewogene Zusammensetzung angestrebt.

Kennenlerntag
Der erste Tag nach der Einschulung wird durch die Klassenlehrkräfte gestaltet und dient dem Kennenlernen der Klasse, des Gebäudes, der Lehrkräfte und der Abläufe.

Paten
In den ersten Wochen nach der Einschulung kümmern sich ältere Schüler*innen mit Freude um die 5. Klässler*innen und begleiten sie bei Aktivitäten.

Wandertag/Kennenlernfahrt
Viele 5. Klassen unternehmen in den ersten Schulwochen auch eine kurze Kennenlernfahrt mit Übernachtung, was das Gemeinschaftsgefühl unterstützt. Erlebnisreich und diesbezüglich gewinnbringend ist auch die gemeinsame Klassenfahrt der 5. Klassen nach St. Peter-Ording vor den Sommerferien.

Klassengemeinschaft
Sie bleibt in der Regel in den Klassen 5 bis 10 erhalten. Die Klassenlehrkraft und die Fachkolleg*innen wechseln einmalig nach Klasse 7 – sofern schulorganisatorische Gründe nicht anderweitige Wechsel erforderlich machen.

2. Fremdsprache
Sie wird in G9 ab Klasse 7 unterrichtet, findet im klassenübergreifenden Kursverband statt und bewirkt keine Neuzusammensetzung der Klassen.

Klassenleitungsstunde
Diese Stunde ist in den Klassen 5 bis 7 in der Kontingent-Stundentafel verankert und führt u.a. den Klassenrat ein, der die Gemeinschaft fördert. Die konstruktive Auseinandersetzung miteinander bei unterschiedlichen Positionen wird geschult und junge Schüler*innen erlernen und erleben Demokratie.

Neigungsklassen
Seit vielen Jahren haben unsere Orientierungsstufen-Schüler*innen die Möglichkeit, in sogenannten Neigungsklassen einen gewissen Schwerpunkt im musischen, sportlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich zu setzen. Die Stundenpläne der Klassen 5 bis 7 unterscheiden sich dabei lediglich um eine Verstärkungsstunde in dem gewählten Neigungsfach.

Zusammenarbeit mit Grundschulen und Eltern – Orientierung für Lehrkräfte und Eltern

Kooperation mit den Grundschulen
Durch gegenseitige Unterrichtsbesuche und anschließende Gespräche sowie die Teilnahme der Grundschullehrkräfte an unseren pädagogischen Konferenzen des 5. Jahrgangs bemühen wir uns um einen engen Kontakt zu den Grundschulen Neumünsters und der umliegenden Landkreise.

Dieser Austausch mit den Grundschullehrkräften eröffnet Perspektiven für eine individuellere Gestaltung des Übergangs.

Kommunikation mit den Eltern
Unsere Lehrkräfte und insbesondere die Klassenlehrkräfte stehen im engen Kontakt zum Elternhaus und geben Rückmeldung zum Lern- und Entwicklungsstand der Schüler*innen. Bei Schwierigkeiten beraten sie hinsichtlich möglicher Fördermaßnahmen und zeigen Möglichkeiten der Begabtenförderung für leistungsstarke Schüler*innen auf.

Orientierung hinsichtlich der Schullaufbahn

Bei einzelnen Kindern kann es vorkommen, dass sich im Verlauf der Orientierungsstufe die gymnasialen Anforderungen als zu hoch erweisen. Da für uns das Kindeswohl Priorität hat, sind in diesen Fällen die Klassenlehrkräfte und die Orientierungsstufenleitung wichtige Ansprechpartner, um einen alternativen Weg z.B. an einer Gemeinschaftsschule aufzuzeigen.