Das Förderkonzept der Holstenschule

Grundidee
Die Grundidee des Förderplans basiert auf einer individuellen Beratung von Schülerinnen und Schülern (im folgenden SuS) mit Lernschwierigkeiten. Wir können den SuS Hilfe bei allgemeinen Lernschwierigkeiten, aber auch bei Schwierigkeiten in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Spanisch anbieten.

Durchführung

Sobald eine Fachlehrkraft längerfristige Probleme feststellt, nimmt sie Kontakt mit den SuS auf und meldet ihn/sie, soweit dies sinnvoll erscheint, bei der Lern/Fachberatung an. Dabei informiert die unterrichtende Lehrkraft die Beratungslehrkraft über die Schwächen des/der angemeldeten Schülers/in, damit die Beratungslehrkraft ganz konkrete Hilfestellungen leisten kann.

Die SuS erhalten dann einen Termin während der Unterrichtszeit, bei dem sie im Gespräch mit der Beratungslehrkraft klären, welche Probleme bestehen und wie darauf reagiert werden kann. Gemeinsam wird ein Lernplan aufgestellt. Dies können Aufgaben sein, die vor jeder Unterrichtsstunde im zu fördernden Fach zu Hause erledigt werden müssen, oder es sind konkrete Aufträge für das Verhalten im Unterricht, die an jedem Schultag ausgeführt werden müssen. Hierdurch wird die Eigenverantwortlichkeit der SuS gestärkt.

Den Plan, auf dem die zu erledigenden Aufgaben vermerkt werden, unterschreiben sowohl Beratungslehrkraft als auch die Fachlehrkraft und die Klassenleitung, um die Unterstützungsmaßnahme schulischerseits zu dokumentieren. Aber auch SuS unterschreiben und dokumentieren hierdurch ihren Willen, nach dem verabredeten Arbeitspensum vorzugehen. Mit einer Elternunterschrift zeigen diese, dass sie über die Maßnahme informiert sind und ihre Kinder unterstützen.

Nach durchschnittlich vier Wochen erfolgt ein Auswertungstreffen zwischen SchülerIn und Beratungslehrkraft, bei dem folgende Fragen im Zentrum stehen: Hat dir der Plan geholfen? Sollten wir ihn verändern / fortsetzen? etc.

Dieses Vorgehen soll tägliches Arbeiten an Schwächen initiieren, Eigenverantwortung steigern und systematisches Arbeiten in Gang setzen.

Zusätzlich zur Anmeldung einer Schülerin bzw. eines Schülers durch die Fachlehrkraft während des laufenden Halbjahres beraten die Klassenkollegien jeweils am Ende des Halbjahres auf den Zeugniskonferenzen und auf pädagogischen Konferenzen darüber, welche SuS zur Fachberatung oder Lernberatung angemeldet werden sollten.

Falls Förderbedarf in mehreren Fächern besteht, erfolgt eine Beratung, welches Fach priorisiert werden soll oder ob eine Förderung durch die Lernberatung vorzuziehen ist, da die Arbeit mit Aufgaben aus mehreren Fachberatungen sehr arbeitsintensiv und daher nicht unbedingt anzuraten ist.

Nachhilfe

Falls die Fachberatung von SuS und ihren Erziehungsberechtigten ausdrücklich nicht gewünscht wird oder falls sich herausstellt, dass umfangreiche Erklärungen und Begleitung im Lernprozess erforderlich sind, kann die Holstenschule die Vermittlung von Nachhilfe durch HolstenschülerInnen an HolstenschülerInnen anbieten. Bei Interesse können alle Lehrkräfte Kontaktdaten weitergeben.

Schema der Begabtenförderung